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Ausstellung und Künstlerinnengespräch eröffnen neue Perspektiven auf Deutschland und Israel

23.09.2026 - Ausstellung ?Ich sehe was, was du nicht siehst. Deutschland. Israel. Einblicke.? im LernWerk eröffnet. Gespräch mit Schriftstellerin Lizzie Doron und Kulturwissenschaftlerin Dr.

Alexandra Nocke. Ausstellung noch bis zum 18. November zu sehen Mit einer Vernissage und einem Künstlerinnengespräch ist am Dienstagabend die Ausstellung ?Ich sehe was, was du nicht siehst. Deutschland.

Israel. Einblicke.? im LernWerk Bocholt eröffnet worden. Entwickelt wurde sie von der Kulturwissenschaftlerin Dr. Alexandra Nocke, die zugleich Mitautorin des Buches „Israel. Deutschland.

Einblicke.“ ist, das an diesem Abend ebenfalls im Mittelpunkt stand. Gemeinsam mit der israelischen Schriftstellerin und Menschenrechtsaktivistin Lizzie Doron sprach sie über persönliche Erfahrungen, unterschiedliche Sichtweisen sowie Fragen von Heimat, Identität und Zugehörigkeit. Die Ausstellung ist zugleich Teil der Interkulturellen Woche 2026 in Bocholt. Die Vernissage bot Raum für Begegnung, Austausch und Perspektivwechsel. Im Mittelpunkt standen dabei bewusst die persönlichen Geschichten von Menschen, die Deutschland und Israel aus eigener Erfahrung kennen. Dr.

Alexandra Nocke führte zu Beginn in die Entstehung und Idee der Ausstellung ein. Als Kulturwissenschaftlerin, Kuratorin und Mitautorin des Buches „Israel. Deutschland. Einblicke.“ beschäftigt sie sich seit vielen Jahren mit Fragen von Erinnerung, Identität und dem deutsch-israelischen Dialog. Ausstellung und Buch greifen persönliche Erfahrungen von Menschen auf, die mit beiden Ländern verbunden sind.

Kerstin Erkens, dritte stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Bocholt, begrüßte die Gäste. Sie hob die Bedeutung von Begegnungsformaten hervor, die Menschen mit unterschiedlichen Lebensgeschichten, Überzeugungen und Erfahrungen miteinander ins Gespräch bringen und damit demokratisches Miteinander auf kommunaler Ebene fördern. Im Rahmen der Eröffnung wurde zudem an den verstorbenen Bocholter Heimatforscher Josef Niebur erinnert.

Gewürdigt wurde insbesondere sein langjähriges Engagement für die lokale Erinnerungskultur. 35 Menschen, zwei Fragen Die Ausstellung stellt 35 Persönlichkeiten aus Kultur, Politik, Diplomatie, Medien und Zivilgesellschaft vor. Sie alle haben einen persönlichen Bezug zu Deutschland und Israel und beantworten jeweils zwei Fragen: „Woran denkst Du, wenn Du an Israel denkst?“ und „Woran denkst Du, wenn Du an Deutschland denkst?“. Die daraus entstandenen Einblicke zeigen unterschiedliche Erfahrungen, Erinnerungen und Assoziationen. Die Ausstellung verteilt sich auf zwei Bereiche im LernWerk: das Foyer sowie das kleine Foyer im ersten Obergeschoss.

Statt einer einheitlichen Sichtweise stehen individuelle Biografien und Alltagsgeschichten im Vordergrund. Gespräch über Heimat und Identität Im Künstlerinnengespräch diskutierten Alexandra Nocke und Lizzie Doron über persönliche und gesellschaftliche Verbindungen zwischen Deutschland und Israel. Lizzie Doron berichtete von ihrem Leben zwischen Tel Aviv und Berlin, ihrer Arbeit als Schriftstellerin und ihrem Engagement für Frieden und Menschenrechte. Im Gespräch ging es unter anderem um die Frage, was Heimat und Zugehörigkeit ausmacht und wie persönliche Erfahrungen, Sprache und Kultur die eigene Identität prägen.

Anhand von Texten und persönlichen Erinnerungen entstand ein vielschichtiger Austausch über jüdisches Leben, gesellschaftliche Entwicklungen und unterschiedliche Formen von Zugehörigkeit. Dabei wurde deutlich, dass persönliche Geschichten einen Zugang zu Themen ermöglichen können, die in öffentlichen Debatten häufig stark politisch geprägt sind. Ein digitales Grußwort steuerte Sylvia Löhrmann, Beauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen für die Bekämpfung des Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur, bei. Sie warb dafür, unterschiedliche Perspektiven wahrzunehmen und den Blick auf die Menschen und ihre Geschichten zu richten. Ausstellung bis November Die Ausstellung „Ich sehe was, was du nicht siehst.

Deutschland. Israel. Einblicke.“ wurde anlässlich des 60. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel entwickelt und 2025 erstmals im Landtag Nordrhein-Westfalen gezeigt.

Sie ist derzeit an verschiedenen Orten in Nordrhein-Westfalen zu sehen. Im LernWerk Bocholt kann die Ausstellung noch bis zum 18. November 2026 besucht werden. Sie möchte dazu anregen, unterschiedliche Erfahrungen kennenzulernen, Fragen zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der VHS Bocholt-Rhede-Isselburg mit dem Geschäftsbereich Kultur und Archiv und der AG Westmünsterland der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V. und wird gefördert durch die Stadt Bocholt, das VHS-Projekt "Vielfalt (mit)gestalten - Fokus 2026: Bildungswege demokratisch, professionell, gemeinsam und nachhaltig stärken" und die Rudolf und Margot Ostermann-Stiftung.

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