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Bocholter Kirmesfeuerwerk steht in der Kritik
 
13.10.2026 - Bocholt, 13. Oktober 2026. Das für den 16. Oktober geplante Feuerwerk auf der Bocholter Kirmes steht in der Kritik. Die Tierrechtsorganisation PETA fordert die Stadt Bocholt dazu auf, künftig auf herkömmliche Feuerwerke zu verzichten und stattdessen tierfreundlichere Alternativen wie Licht- oder Drohnenshows anzubieten.
 
Nach Ansicht von PETA bedeutet das laute Knallen und grelle Licht der Pyrotechnik für zahlreiche Tiere erheblichen Stress. Besonders Hunde und Katzen, aber auch Wildtiere und Vögel können durch die plötzlichen Geräusche und Lichtblitze in Panik geraten. Fluchtreaktionen können zu Verletzungen führen und im schlimmsten Fall tödlich enden.
 
Die Organisation hat nach eigenen Angaben bereits am 29. September Kontakt zur Stadt Bocholt aufgenommen. In einem Schreiben appellierte sie an die Verantwortlichen, bei zukünftigen Veranstaltungen auf geräuscharme und tierfreundlichere Formen der Unterhaltung zu setzen. Darüber hinaus spricht sich PETA für ein grundsätzliches Feuerwerksverbot in Deutschland aus – sowohl im privaten als auch im öffentlichen Bereich.
 
Wildtiere besonders gefährdet
Vor allem Wildtiere leiden laut PETA unter den Auswirkungen von Feuerwerken. Aufgeschreckte Vögel können die Orientierung verlieren, in ungewohnte Höhen fliegen und dabei viel Energie verbrauchen. Rauch und grelle Lichtblitze können ihre Sicht zusätzlich beeinträchtigen. Auch andere Wildtiere flüchten häufig aus ihren Rückzugsgebieten.
 
Wie gefährlich solche Situationen werden können, zeigen nach Angaben der Organisation frühere Vorfälle bei öffentlichen Feuerwerken. Im Mai 2025 starb bei der Veranstaltung „Rhein in Flammen“ in Bonn ein Schwan, nachdem er aufgeschreckt in eine Hochspannungsleitung geflogen war.
 
Licht- und Drohnenshows als Alternative
Dass große Veranstaltungen auch ohne klassisches Feuerwerk gestaltet werden können, zeigt nach Angaben von PETA die Stadt Bonn. Dort soll das Feuerwerk bei „Rhein in Flammen“ ab 2028 durch tierfreundlichere Alternativen wie Drohnen- oder Lichtershows ersetzt werden.
 
Auch für die Bocholter Kirmes könnten solche Inszenierungen eine Möglichkeit sein, Besucherinnen und Besuchern ein besonderes Erlebnis zu bieten und gleichzeitig die Belastung für Tiere zu verringern.
 
Mit ihrer Forderung reiht sich PETA in die bundesweite Diskussion über die Auswirkungen von Feuerwerken auf Tiere und Umwelt ein. Ob die Stadt Bocholt künftig auf alternative Formen der Lichtinszenierung setzen wird, bleibt abzuwarten.
 
Das für den 16. Oktober angekündigte Feuerwerk ist damit nicht nur ein Bestandteil des Kirmesprogramms, sondern auch Anlass für eine Debatte über den Umgang mit Tieren bei öffentlichen Veranstaltungen.
 
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