Die JonaSkulptur im Waldbad
04.05.2026 - Foto des Monats Mai. Stadtarchiv zeigt Foto aus den 1980er Jahren Das Foto des Monats wird einmal im Monat vom Stadtarchiv Bocholt präsentiert. Im Mai zeigt sich eine bekannte Bocholter Kunstwerk an ungewohnter Stelle. Die eindrucksvolle Jona-Skulptur, geschaffen vom Düsseldorfer Bildhauer Max Kratz, ist ein markantes Kunstwerk am Nordufer des heutigen Aa-Sees. Die massive Bronze-Statue steht heute an den Aa-See-Terrassen am neuen R-Cafés in der Nähe der ehemaligen Königsmühle. Mit einer Höhe von 6,80 Metern und einem Gewicht von 2,5 Tonnen zählt sie zu den imposanteren Kunstwerken im öffentlichen Raum der Stadt. Grundlage der Skulptur ist die alttestamentarische Geschichte des Heiligen Jona, der während eines Sturmes drei Tage im Magen eines Fisches oder Wales überlebt haben soll.
Ursprünglich wurde sie im Auftrag von Dr. Alfred Flender anlässlich seines 60. Geburtstages gefertigt, der das Kunstwerk der Stadt Bocholt zur feierlichen Eröffnung des Waldbades 1962 schenkte. Am 24. Mai 1962 wurde die Skulptur aus Düsseldorf angeliefert und noch am selben Tag im Waldbad am Hemdener Weg aufgestellt.
Dort schmückte sie als besondere Attraktion das Nichtschwimmerbecken und prägte über 20 Jahre das Bild des Freibades. Das vorliegende Foto hält die ehemalige Szenerie fest. Am 2. Juni 1982 beschloss der Schul- und Kulturausschuss einstimmig die Umsetzung der biblischen Figur an den Aa-See. Hauptgrund war die angeblich zunehmende Gefahr durch Kinder, die von dem Kunstwerk ins Wasser sprangen, obgleich diese Gefahr bereits bei der ursprünglichen Planung bedacht und letztlich ausgeschlossen wurde. Die Umsetzung war Teil des bereits 1975 begonnenen Freizeitprojekts Aa-See.
In ihrem neuen Standort auf den Eingangsterrassen des Sees sollte die wassersprudelnde Skulptur eine „erhöhte Öffentlichkeitswirkung“ entfalten, wie der Ausschussvorsitzende Dr. Becker betonte und sich bis heute bewahrheitet. Foto: Stadtarchiv Bocholt, Nachlass Josef Halbfas Nr. 13, Text: Hendrik Schlaghecken
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