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Fastenbrechen im Lernwerk Wunderschönes Beispiel für das Miteinander in Bocholt

24.02.2026 - Gemeinsames Fastenbrechen fördert interkulturellen Dialog. Über 100 Gäste Die Stadt Bocholt hat in der vergangenen Woche ein gemeinsames Fastenbrechen im Lernwerk veranstaltet, an dem über 100 Vertreterinnen und Vertreter lokaler Organisationen teilnahmen. Im Mittelpunkt des Abends stand der interreligiöse und interkulturelle Dialog. Ziel der von der Stadt ausgerichteten Veranstaltung war es, den gesellschaftlichen Zusammenhalt durch persönliche Begegnungen aktiv zu stärken. Bürgermeister Christian Mangen betonte in seinem Grußwort, dass der interkulturelle und interreligiöse Dialog im Mittelpunkt des Abends stehe.

Er erklärte zur Konzeption der Veranstaltung: „Genau deshalb ist der Einladungskreis bewusst so bunt gemischt und auch die Sitzordnung ist kein Zufall. Echter Dialog beginnt dort, wo wir unsere vertrauten Kreise verlassen.“ Mangen dankte dem Deutsch-Syrischen Verein für die Vorbereitung des Essens und hob hervor, dass der jährliche Wechsel bei der Ausrichtung zwischen den Moscheevereinen ein schönes Zeichen gegenseitiger Wertschätzung sei. Die Stadt lebe vom Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger. Dass dieses Konzept aufging, bestätigte Fatime Gönen, stellvertretende Vorsitzende der Deutsch-Türkischen Gesellschaft in Bocholt: „Das Fastenbrechen heute hat gezeigt, wie wichtig der Dialog in Bocholt ist und heute haben wir ein wunderschönes Beispiel für das Miteinander in Bocholt gesehen.“ Für den Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration (ACI) sprach anschließend die stellvertretende Vorsitzende Gül Balci, die das Fastenbrechen als wichtiges Zeichen der Wertschätzung würdigte, das Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur an einen Tisch zusammenbringe. Pfarrer Rafael van Straelen von der Liebfrauengemeinde ordnete das Fasten daraufhin als verbindendes Element der abrahamitischen Religionen ein.

Neben der spirituellen Beziehung zu Gott gehe es im Christentum wie im Islam stets auch um die Achtsamkeit gegenüber den Mitmenschen. Im weiteren Verlauf des Abends nutzten Vertreter der lokalen Moscheevereine die Gelegenheit zur kurzen Vorstellung. Muaiad Abd Alrahman, Vorsitzender des Deutsch-Syrischen Vereins, blickte auf zehn Jahre in Bocholt zurück, in denen viele Menschen hier eine neue Heimat gefunden hätten. Abdullah Zor, Vorsitzender der Integrations- und Bildungsstätte Bocholt (Blaue Moschee), erinnerte an die historisch friedliche Koexistenz der Religionen in Jerusalem und bezeichnete den Ramadan als Schule für Mitgefühl.

Ansar Ahmad Arshad, Imam der Ahmadiyya Muslim Jamaat, hob hervor, dass der Fastenmonat den Weg weise, Frieden im Gebet zu suchen. Yonca Bayluk-Zorlu, Vorsitzende des Kulturvereins Akdeniz Aleviten, wünschte besonders den von Hunger und Leid betroffenen Menschen Kraft. Tugay Turgut, Vorsitzender der DITIB Türkisch-Islamischen Gemeinde, betonte seine enge Verbundenheit zur Stadt und erklärte, Bocholt sei bunt und bleibe auch so.

Den Ramadan aus der schulischen Perspektive beleuchtete abschließend der Lehrer Cem Demir. Er machte deutlich, dass das Fasten für viele Jugendliche eine bewusste Zeit der Charakterentwicklung, der Selbstdisziplin und der Empathie sei. Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung durch das Duo Murat Cakmaz und Recep Seber. Nach dem Gebetsruf von Muzafar Mahmood (Ahmadiyya Gemeinde) zum Sonnenuntergang konnten die Gäste das von Hanadi Al Hallak und dem Team des Deutsch-Syrischen Vereins vorbereitete Buffet mit traditionellen Spezialitäten genießen. Organisator und Integrationsbeauftragter Bruno Wansing zog am Ende ein sehr zufriedenes Fazit der städtischen Veranstaltung: „Wir haben die unterschiedlichen Menschen aus Bocholt bunt durcheinander an die Tische gesetzt, um direkt von Beginn an den Dialog zu fördern und die Werte von Respekt, Akzeptanz und Empathie zu leben. Das ist uns gelungen und genau daran möchte ich auch festhalten, um den Schritt in eine noch stärkere interkulturelle und interreligiöse Gemeinschaft in Bocholt zu gehen.“

Fastenbrechen im Lernwerk Wunderschönes Beispiel für das Miteinander in Bocholt

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