Stadtgeschichte Die Entstehung des Langenbergparks
12.08.2026 - Foto des Monats August des Stadtarchivs. In Stein gemeißelter Name des Langenbergparks in 1939 Das ?Foto des Monats" des Bocholter Stadtarchivs zeigt im August den westlichen Eingang des Langenbergparks im Jahr 1939. Vor 90 Jahren begannen die Arbeiten zur Umwidmung des alten Friedhofes an der Nordallee in einen öffentlichen Park. Diese bisherige Begräbnisstätte im Bocholter Norden hatte seit 1807 bestanden und war bis zur Eröffnung des neuen Friedhofes an der Blücherstraße am 1.
Mai 1908 in Benutzung. Jedoch blieben ihre Gräber noch jahrelang erhalten, weil die Ruhezeiten der dort Bestatteten noch nicht abgelaufen waren. Gärtner säuberten seit Ende August 1936 die Grabfelder längs der Nordallee, beseitigten kranke Bäume und verschafften auf diese Weise den dortigen Trauereschen und hängenden Birken eine bessere Geltung. Oberbürgermeister Emil Irrgang ordnete zeitgleich an, dass alle Grabzeichen und Denkmäler dies- und jenseits des Haupteinganges an der Nordallee bis zum 15.
Oktober besagten Jahres entfernt werden mussten. Dagegen protestierte der Verein für Heimatpflege Bocholt und beantragte bei der Stadtverwaltung die Erhaltung der Grabdenkmäler aus Pietätsgründen. Allerdings hielt Emil Irrgang an der geplanten Vorgehensweise fest und erklärte, eine Grünanlage schaffen zu wollen, wie Bocholt sie im Herzen der Stadt brauche. Im Frühjahr 1938 schienen die Arbeiten abgeschlossen zu sein.
Weite Rasenflächen legte man dies- und jenseits der Spazierwege an und Parkbänke luden zum Verweilen ein. Ein Jahr zuvor schon war die Gesamtfläche zu einem Vogelschutzgebiet erklärt worden. Die Statue des Meckerers – heute bereits die vierte Ausführung – erwartete seit 1938 die Besucher der Gartenanlage. In einer Etatrede lobte der Oberbürgermeister die Schönheit des neu geschaffenen Parks und bezeichnete ihn als „unerhört schöne Anlage“, wobei die Wünsche zur Erhaltung der lokalhistorischen Gräber erfüllt worden seien.
Die Bezeichnung „Langenbergpark“ benutzte er zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Vermutlich erhielt der Langenbergpark bei seiner offiziellen Eröffnung im Juni 1938 seinen Namen. Er wurde benannt nach dem Regierungsrat Aloys van Langenberg (1769-1843), der sein Vermögen den Armen der Stadt Bocholt vermacht hatte. Das Foto aus dem Jahre 1939 zeigt die in Stein gemeißelte Bezeichnung am westlichen Eingang zur späteren Adenauerallee. Bis auf den heutigen Tag wird der einstige Friedhof als Stätte der Erholung, für Freizeit, Spiel und Sport erhalten.
Ein Gedicht aus dem Jahre 1954 fasst die Geschichte des Langenbergparks betont zusammen: „Ein schöner Park ist uns gegeben – Der überlebt die Sterblichkeit. Aus seinem Schoß sprießt neues Leben – Und rastlos weiter eilt die Zeit! Foto: Stadtarchiv Bocholt, Bildsammlung Nr. 3087, Text: Wolfgang Tembrink
Stadtgeschichte Die Entstehung des Langenbergparks
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Schwere Verletzungen zog sich eine 80-jährige Bocholterin am Mittwochmorgen bei...
12.08.2026 - Foto des Monats August des Stadtarchivs. In Stein gemeißelter Name des Langenbergparks in 1939 Das ?Foto des Monats" des Bocholter Stadtarchivs zeigt im August den westlichen Eingang des Langenbergparks im Jahr 1939. Vor 90 Jahren begannen die Arbeiten zur Umwidmung des alten Friedhofes an der Nordallee in einen öffentlichen Park. Diese bisherige Begräbnisstätte im Bocholter Norden hatte seit 1807 bestanden und war bis zur Eröffnung des neuen Friedhofes an der Blücherstraße am 1.
Mai 1908 in Benutzung. Jedoch blieben ihre Gräber noch jahrelang erhalten, weil die Ruhezeiten der dort Bestatteten noch nicht abgelaufen waren. Gärtner säuberten seit Ende August 1936 die Grabfelder längs der Nordallee, beseitigten kranke Bäume und verschafften auf diese Weise den dortigen Trauereschen und hängenden Birken eine bessere Geltung. Oberbürgermeister Emil Irrgang ordnete zeitgleich an, dass alle Grabzeichen und Denkmäler dies- und jenseits des Haupteinganges an der Nordallee bis zum 15.
Oktober besagten Jahres entfernt werden mussten. Dagegen protestierte der Verein für Heimatpflege Bocholt und beantragte bei der Stadtverwaltung die Erhaltung der Grabdenkmäler aus Pietätsgründen. Allerdings hielt Emil Irrgang an der geplanten Vorgehensweise fest und erklärte, eine Grünanlage schaffen zu wollen, wie Bocholt sie im Herzen der Stadt brauche. Im Frühjahr 1938 schienen die Arbeiten abgeschlossen zu sein.
Weite Rasenflächen legte man dies- und jenseits der Spazierwege an und Parkbänke luden zum Verweilen ein. Ein Jahr zuvor schon war die Gesamtfläche zu einem Vogelschutzgebiet erklärt worden. Die Statue des Meckerers – heute bereits die vierte Ausführung – erwartete seit 1938 die Besucher der Gartenanlage. In einer Etatrede lobte der Oberbürgermeister die Schönheit des neu geschaffenen Parks und bezeichnete ihn als „unerhört schöne Anlage“, wobei die Wünsche zur Erhaltung der lokalhistorischen Gräber erfüllt worden seien.
Die Bezeichnung „Langenbergpark“ benutzte er zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Vermutlich erhielt der Langenbergpark bei seiner offiziellen Eröffnung im Juni 1938 seinen Namen. Er wurde benannt nach dem Regierungsrat Aloys van Langenberg (1769-1843), der sein Vermögen den Armen der Stadt Bocholt vermacht hatte. Das Foto aus dem Jahre 1939 zeigt die in Stein gemeißelte Bezeichnung am westlichen Eingang zur späteren Adenauerallee. Bis auf den heutigen Tag wird der einstige Friedhof als Stätte der Erholung, für Freizeit, Spiel und Sport erhalten.
Ein Gedicht aus dem Jahre 1954 fasst die Geschichte des Langenbergparks betont zusammen: „Ein schöner Park ist uns gegeben – Der überlebt die Sterblichkeit. Aus seinem Schoß sprießt neues Leben – Und rastlos weiter eilt die Zeit! Foto: Stadtarchiv Bocholt, Bildsammlung Nr. 3087, Text: Wolfgang Tembrink
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