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Stadtgeschichte Die Stufenhäuser in der Siedlung Löverick

30.03.2026 - Foto des Monats April des Stadtarchivs. Besondere Bauweise im Bocholter Norden Das "Foto des Monats" des Bocholter Stadtarchiv zeigt im April die Stufenhäuser in der Löverick-Siedlung, die Anfang der 1960er-Jahre in Bocholt errichtet wurden. Nach der verheerenden Kriegszerstörung im März 1945 entwickelte sich die Stadt Bocholt in den folgenden Jahrzehnten zu einer recht baufreudigen Gemeinde. Neben dem notwendigen Wiederaufbau der Innenstadt wandten sich die Stadtplaner darüber hinaus dem flächendeckenden Siedlungsbau zu.

So wuchsen ab Ende der vierziger bis in die sechziger Jahre hinein die Siedlung Heuting-Esch, mit ihrer Fortsetzung der Bungalow-Bauten am Erzengel sowie die Baugebiete Giethorst und Hohe Giethorst förmlich aus dem Boden. Anfang der 1960er Jahre nahm die Löverick-Siedlung mit Schul-, Gemeinde- und Geschäftszentrum Gestalt an. Da das Baugelände schon damals recht knapp war, entschieden sich das städtische Planungsamt in Gemeinschaft mit der Bocholter Wohnungsbaugesellschaft für die Errichtung von größeren Wohnblocks, und zwar in Form von sogenannten Stufen- oder Hügelhäusern in der Nord-Löverick. Es war ein mutiger Schritt der Investoren, diese von dem Bocholter Architekten Bernhard Eimers entworfenen neuartigen Häuserblocks zu errichten. Die Bauarbeiten begannen im Jahre 1965, im Folgejahres zogen die ersten Bewohner ein.

Im Ganzen entstanden an der Richterstraße sieben dieser Terrassenbauten mit insgesamt 56 unterschiedlichen Eigentumswohnungen auf 678 qm Wohnfläche je Block. Sie umfassten jeweils fünf Geschosse, die sich durch Stufen nach oben hin verjüngten. Die einzelnen Wohneinheiten bestanden aus zwei-, zweimal drei-, vier- und fünf-Zimmer-Wohnungen mit zusätzlich einer Garage für jeden Haushalt.

Die Baukosten richteten sich nach der einzelnen Wohnungsgröße und betrugen seinerzeit zwischen 40.600 und 69.650 DM. Mit der Verwirklichung dieses Siedlungsprojektes auf einer Gesamtfläche von 10.650 Quadratmetern trugen die Stadtplaner das Vorhaben des konzentrierten Wohnens Rechnung, indem sie Baugelände einsparten, wodurch sich die Anlage der Versorgungsleitungen vergünstigte und Grünanlagen verdichtet werden konnten. Als man im April 1966 das Richtfest der Stufenhäuser feierte, hatten deren Wohnungen bereits alle ihren Eigentümer gefunden. Foto: Stadtarchiv Bocholt, Nachlass Halbfas Nr. 31 / Text: Wolfgang Tembrink

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