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Die Polizei Borken setzt ein Zeichen: Keine Kinderbilder mehr in der Öffentlichkeitsarbeit
 
10.04.2026 - Immer mehr Institutionen erkennen, dass Kinderfotos im Internet ein sensibles Thema sind – und handeln entsprechend. Auch die Kreispolizeibehörde Borken setzt nun ein deutliches Zeichen: Kinder sollen nicht länger als öffentliches Bildmaterial dienen. Unter dem Leitsatz „Kinder sind kein Content“ verzichtet die Behörde ab sofort vollständig auf die Veröffentlichung von Kinderbildern in ihrer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.
 
Der Hintergrund ist ernst. Fotos von Minderjährigen gehören zu den beliebtesten Motiven – ob im Kindergarten, beim Sport oder auf Veranstaltungen. Doch Expertinnen und Experten warnen seit Jahren vor den Risiken, die mit der digitalen Verbreitung solcher Bilder einhergehen. Ein Foto, das heute gut gemeint online gestellt wird, kann morgen schon in völlig anderen, möglicherweise gefährlichen Kontexten auftauchen. Bilder lassen sich speichern, verändern, manipulieren und weltweit verbreiten, ohne dass Betroffene oder ihre Familien dies kontrollieren können. Besonders problematisch ist, dass Kinderfotos gezielt gesammelt oder sogar in sexualisierte Zusammenhänge gebracht werden können.
 
Karen Kopfer, Leiterin des Kommissariats Kriminalprävention/Opferschutz der Polizei Borken, betont deshalb: Kinder hätten ein Recht auf Privatsphäre – auch im digitalen Raum. Viele Risiken entstünden nicht aus böser Absicht, sondern aus mangelndem Bewusstsein. Kinder selbst könnten die Tragweite einer Veröffentlichung nicht einschätzen, weshalb Erwachsene und Institutionen eine besondere Verantwortung tragen.
 
Vor diesem Hintergrund entscheiden sich immer mehr Organisationen für alternative Darstellungsformen. Statt identifizierbarer Kinderfotos kommen Symbolbilder, Illustrationen oder Aufnahmen ohne erkennbare Gesichter zum Einsatz. Die Polizei Borken folgt diesem Ansatz konsequent und möchte damit ein klares Signal senden: Prävention bedeutet, Risiken frühzeitig zu erkennen und verantwortungsvoll zu handeln.
 
Die Entscheidung der Kreispolizeibehörde Borken zeigt, dass Kinderschutz im digitalen Zeitalter neu gedacht werden muss. Es geht nicht darum, schöne Momente zu verbieten, sondern darum, Minderjährige vor langfristigen Folgen zu schützen, die sie selbst nicht überblicken können. Die Botschaft ist eindeutig: Kinder sind keine Inhalte für Reichweite oder Aufmerksamkeit – sie sind Menschen mit einem Recht auf Schutz und Würde.
 
Die Polizei Borken setzt ein Zeichen: Keine Kinderbilder mehr in der Öffentlichkeitsarbeit

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