Wir sehen uns in Syrien Vortragsabend in der Gesamtschule
24.03.2026 - Lutz Jäkel spricht über Hoffnung, Leid - und Neubeginn. Fast 100 Gäste in der Aula der Gesamtschule Rund 100 interessierte Gäste folgten der Einladung der Volkshochschule Bocholt-Rhede-Isselburg, der Freiwilligenagentur und des Integrationsbüros der Stadt Bocholt zu einem eindrucksvollen Vortragsabend mit dem Nahostexperten und Journalisten Lutz Jäkel. Unter dem Titel ?Das neue Syrien - Reise in ein Land im Umbruch? nahm er sein Publikum mit auf eine ebenso persönliche wie erschütternde Reise durch ein Land im Umbruch. Isabel Testroet, Leiterin der Volkshochschule Bocholt-Rhede-Isselburg und Fatma Boland, Hauptamtlich pädagogische Mitarbeiterin der VHS begrüßten die Gäste. „Ich wünsche mir, dass Syrien ein Land für alle ist“, so Jäkel gleich zu Beginn. Nach über 50 Jahren Diktatur, geprägt vom Assad-Regime, sei das Land heute von tiefen Wunden gezeichnet – und dennoch voller Hoffnung. Im Zentrum seines Vortrags standen persönliche Begegnungen und Erlebnisse.
Besonders bewegend: die Geschichte seines syrischen Freundes Amer, zu dem der Kontakt 2011 abriss. Jahre später dann eine unerwartete Nachricht: „Komm nach Syrien.“ Für Jäkel der Beginn einer Reise zurück nach Damaskus – erstmals nach 14 Jahren. Dort trifft er Amer wieder, der zwischenzeitlich inhaftiert war. Ein Wiedersehen, das für beide sinnbildlich für das neue Syrien steht: geprägt von Schmerz, aber auch von neuer Freiheit. Jäkel schilderte eindrücklich die Veränderungen im Alltag: volle Märkte, Menschen, die zurückkehren, offene Kritik am ehemaligen Regime – Dinge, die früher undenkbar gewesen wären. Gleichzeitig berichtete er von Orten des Grauens, wie dem berüchtigten Foltergefängnis Sednaja, das er als „schlimmsten Ort, den ich je gesehen habe“ bezeichnete. Tausende Menschen seien dort gefoltert und getötet worden, Hunderttausende gelten bis heute als verschwunden. Klare Botschaft: Hoffnung Neben den Schrecken zeigte Jäkel auch die Widerstandskraft der Bevölkerung.
Geschichten wie die des legendären Café Nofara in Damaskus, das trotz des Krieges nie geschlossen wurde, oder Begegnungen mit Menschen, die trotz Armut und Verlust ihren Lebensmut nicht verloren haben, hinterließen bleibenden Eindruck. Auch die komplexe politische Lage wurde thematisiert: unterschiedliche Machtverhältnisse, Unsicherheiten für Minderheiten und die fragile Zukunft des Landes. Besonders im Norden Syriens und in ehemals vom sogenannten „Islamischen Staat“ kontrollierten Gebieten seien die Herausforderungen weiterhin enorm. Doch trotz aller Ambivalenzen blieb eine Botschaft des Abends klar: Hoffnung. In Aleppo etwa, einst schwer zerstört, beginne das Leben langsam zurückzukehren. Märkte werden wieder aufgebaut, Menschen fassen neuen Mut. „Das Land lebt wieder“, zitierte Jäkel einen seiner Gesprächspartner. Appell: Hört den Menschen in Syrien zu Zum Abschluss richtete er einen eindringlichen Appell an das Publikum: den Menschen in Syrien zuzuhören, ihre Geschichten weiterzutragen und ihnen mit Offenheit zu begegnen. „Wenn wir sie als Menschen sehen, hat Rassismus keine Chance“, so Jäkel. Der Abend endete mit einem Satz, der nachhallte – als Einladung, als Hoffnung und als Versprechen: „Wir sehen uns in Syrien.“
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24.03.2026 - Lutz Jäkel spricht über Hoffnung, Leid - und Neubeginn. Fast 100 Gäste in der Aula der Gesamtschule Rund 100 interessierte Gäste folgten der Einladung der Volkshochschule Bocholt-Rhede-Isselburg, der Freiwilligenagentur und des Integrationsbüros der Stadt Bocholt zu einem eindrucksvollen Vortragsabend mit dem Nahostexperten und Journalisten Lutz Jäkel. Unter dem Titel ?Das neue Syrien - Reise in ein Land im Umbruch? nahm er sein Publikum mit auf eine ebenso persönliche wie erschütternde Reise durch ein Land im Umbruch. Isabel Testroet, Leiterin der Volkshochschule Bocholt-Rhede-Isselburg und Fatma Boland, Hauptamtlich pädagogische Mitarbeiterin der VHS begrüßten die Gäste. „Ich wünsche mir, dass Syrien ein Land für alle ist“, so Jäkel gleich zu Beginn. Nach über 50 Jahren Diktatur, geprägt vom Assad-Regime, sei das Land heute von tiefen Wunden gezeichnet – und dennoch voller Hoffnung. Im Zentrum seines Vortrags standen persönliche Begegnungen und Erlebnisse.
Besonders bewegend: die Geschichte seines syrischen Freundes Amer, zu dem der Kontakt 2011 abriss. Jahre später dann eine unerwartete Nachricht: „Komm nach Syrien.“ Für Jäkel der Beginn einer Reise zurück nach Damaskus – erstmals nach 14 Jahren. Dort trifft er Amer wieder, der zwischenzeitlich inhaftiert war. Ein Wiedersehen, das für beide sinnbildlich für das neue Syrien steht: geprägt von Schmerz, aber auch von neuer Freiheit. Jäkel schilderte eindrücklich die Veränderungen im Alltag: volle Märkte, Menschen, die zurückkehren, offene Kritik am ehemaligen Regime – Dinge, die früher undenkbar gewesen wären. Gleichzeitig berichtete er von Orten des Grauens, wie dem berüchtigten Foltergefängnis Sednaja, das er als „schlimmsten Ort, den ich je gesehen habe“ bezeichnete. Tausende Menschen seien dort gefoltert und getötet worden, Hunderttausende gelten bis heute als verschwunden. Klare Botschaft: Hoffnung Neben den Schrecken zeigte Jäkel auch die Widerstandskraft der Bevölkerung.
Geschichten wie die des legendären Café Nofara in Damaskus, das trotz des Krieges nie geschlossen wurde, oder Begegnungen mit Menschen, die trotz Armut und Verlust ihren Lebensmut nicht verloren haben, hinterließen bleibenden Eindruck. Auch die komplexe politische Lage wurde thematisiert: unterschiedliche Machtverhältnisse, Unsicherheiten für Minderheiten und die fragile Zukunft des Landes. Besonders im Norden Syriens und in ehemals vom sogenannten „Islamischen Staat“ kontrollierten Gebieten seien die Herausforderungen weiterhin enorm. Doch trotz aller Ambivalenzen blieb eine Botschaft des Abends klar: Hoffnung. In Aleppo etwa, einst schwer zerstört, beginne das Leben langsam zurückzukehren. Märkte werden wieder aufgebaut, Menschen fassen neuen Mut. „Das Land lebt wieder“, zitierte Jäkel einen seiner Gesprächspartner. Appell: Hört den Menschen in Syrien zu Zum Abschluss richtete er einen eindringlichen Appell an das Publikum: den Menschen in Syrien zuzuhören, ihre Geschichten weiterzutragen und ihnen mit Offenheit zu begegnen. „Wenn wir sie als Menschen sehen, hat Rassismus keine Chance“, so Jäkel. Der Abend endete mit einem Satz, der nachhallte – als Einladung, als Hoffnung und als Versprechen: „Wir sehen uns in Syrien.“
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